Neubrandenburg

neubrandenburg

1248 Das Kloster wird zusammen mit der Stadtgründung erbaut, für Kolonisierung und Christianisierung, für Predigt und Seelsorge, für Armen-Alten-Krankenpflege. Es ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt.
1260 Etwa um diese Zeit ist eine kleine Saalkirche aus Feldstein erbaut. Sie wird später ein Teil des Nordschiffes des 1535 vollendeten Neubaus der Kirche. Darum ist die Nordseite der Kirche aus Feldsteinen erbaut.
um 1270 Bau des Dormitoriums.
1285 Provinzkapitel der Saxonia in Neubrandenburg.
um 1300 Bau des Nordflügels.
1355 In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts brennt es zweimal im Kloster. 1355 ist der Wiederaufbau des Klosters abgeschlossen in der bis heute erhaltenen Form. Feierlich werden die Privilegien des Klosters vom Mecklenburgischen Herzog neu bestätigt.
1451 Das Kloster erbaut aus seinen Einkünften ein Siechenhaus.
1517 Martin Luther versendet seine 95 Thesen zum Ablass an den Mainzer Erzbischof Albrecht von Brandenburg und verschiedene Theologen, um damit gemäss einer akademischen Gewohnheit eine Disputation einzuleiten. Die Publikation durch den sog. „Thesenanschlag“ an der Wittenberger Schlosskirche findet eine unerwartet schnelle und intensive Verbreitung und legt den Grundstein zur Reformation in Deutschland.
1521 Kapitel der Ordensprovinz vom Hl. Johannes dem Täufer in Neubrandenburg. Dieses Kapitel teilte eigenmächtig die Provinz in eine niederdeutsche und eine oberdeutsche Provinz.
1523 Generalkapitel in Burgos. Hier wird die ohne Erlaubnis vollzogene Teilung der Provinz vom Hl. Johannes d. Täufer für ungültig erklärt. Gleichzeitig wird jedoch die Notwendigkeit einer solchen Teilung anerkannt und um eine päpstliche Erlaubnis zu einer geordneten Durchführung dieser Massnahme ersucht. In den Wirren der Reformation ist es nur schwer feststellbar, inwieweit die beschlossene Teilung bis zu diesem Zeitpunkt schon vorangeschritten war.
1524 In den Mecklenburger Städten verstärken sich die reformatorischen Tendenzen durch die zunehmende Aktivität evangelischer Prediger beispielsweise in Schwerin, Wismar, Neubrandenburg und Güstrow.
1532 Der Guardian (=Leiter) des Franziskanerkonventes in Neubrandenburg tritt aus dem Orden aus und folgt damit dem Beispiel anderer Franziskaner in Neubrandenburg.
1535 Die Kirche der Franziskaner in Neubrandenburg wird geschlossen.
um 1550 Zwischen 1540 und 1552 wird das Kloster säkularisiert. Der letzte Franziskaner erhält sein Gnadenbrot und den Auftrag, bei der Nutzung des Klosters als Armenhaus, Altersheim und Lagerraum zu helfen.
1552 Der letzte im Kloster Neubrandenburg verbliebene Franziskaner verlässt den Orden und beendet somit die Existenz des Konventes.
1614 Bei einem Stadtbrand brennt auch das Dachgeschoss der Kirche ab.
1864 Ein Teil des langen Ostchores der Kirche wird abgerissen, nachdem er als Getreidespeicher genutzt und baufällig geworden war.
1998 Franziskaner kommen wieder nach Neubrandenburg und ziehen in den Reitbahnweg. 6 Jahre leben uns arbeiten sie in der Stadt und Umgebung, bis das Provinzkapitel 2004 beschließt, nach Waren umzuziehen.
2004 Umzug der Franziskaner nach Waren.